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COMMUNIS - Gemeinsam Lernen in der Politischen Bildung
AdB-Projekt im Bundesprogramm "Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"
Im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" hat der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten das Projekt „Communis – gemeinsam lernen in der Politischen Bildung“ entwickelt. Von 2007 bis 2010 führt der AdB mit neun beteiligten Mitgliedseinrichtungen Seminare und Projekte zur Bildungsarbeit mit jungen Migrantinnen und Migranten durch.

Das Projektkonzept zielt darauf, jungen Menschen die positiven Seiten der kulturellen Vielfalt ihrer Umgebung aufzuzeigen. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sollen gemeinsam lernen und arbeiten, um so interkulturelle Kompetenzen zu erlangen. Durch die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, sollen sie ihre gegenseitigen kulturellen und religiösen Unterschiede nicht nur respektieren, sondern auch als Bereicherung verstehen lernen. Auftretende oder bestehende Konflikte sollen die Teilnehmer/-innen nicht ignorieren, sondern versuchen, gewaltfrei zu lösen.

Inhaltlich ist das Pilotprojekt in drei Phasen gegliedert:

Phase 1:
Zu Beginn des Projekts entwickeln die beteiligten Bildungseinrichtungen Seminare, Projekte und Workshops für junge Migrant/-innen und deutsche Jugendliche. Zu ausgewählten Themen aus dem Bereich der politischen Bildung sollen die beteiligten Mädchen und Jungen verschiedene Probleme bearbeiten und gemeinsame Arbeitsergebnisse vorlegen. Um den Erfolg der etwa 70 bis 90 Veranstaltungen im Rahmen der ersten Projektphase einschätzen sowie Verbesserungspotentiale erkennen zu können, hospitieren Lehrkräfte aus allgemein bildenden Schulen in den Seminaren und evaluieren anhand von im Vorfeld entwickelten Kriterien die beobachteten Seminare und Workshops.

Phase 2:
Die Ergebnisse aus Phase 1 fließen in bundesweite Auswertungsseminare für die beteiligten Lehrkräfte ein, die unter Anleitung einer Bildungsstätte stattfinden. Auf Grundlage der gewonnenen methodischen und didaktischen Erkenntnisse entwickeln die Beteiligten Fortbildungsmodule zum interkulturellen Lernen für Lehrkräfte.

Phase 3:
In der abschließenden Pilotphase im Jahr 2009 werden die im Vorfeld erarbeiteten Fortbildungsmodule erprobt.

Während der gesamten Projektlaufzeit begleitet eine Projektsteuerungsgruppe alle Phasen des Projekts und ist für Qualitätsentwicklung, Evaluation und Dokumentation zuständig. Sie initiiert in Zusammenarbeit mit den beteiligten Einrichtungen die einzelnen Schritte und sichert die enge inhaltliche Verzahnung und die einheitliche Ausrichtung der in der gesamten Bundesrepublik stattfindenden Angebote. Ein speziell dafür entwickeltes Qualitätsmanagementkonzept liefert dabei Unterstützung.

Am Communis-Projekt beteiligte Bildungseinrichtungen:

1. Heimvolkshochschule Haus Neuland, Bielefeld
2. Jugendbildungsstätte Welper, Hattingen
3. Bildungswerk des AKE, Vlotho
4. LidiceHaus, Bremen
5. Jugendbildungsstätte Hütten, Krölpa
6. Jugendbildungsstätte Kaubstraße, Berlin
7. Heimvolkshochschule Europahaus Aurich
8. Bildungswerk der Humanistischen Union, Essen
9. Jugendbildungsstätte Mühle, Bad Segeberg

Projektleitung:

Boris Brokmeier, Referent für politische Jugendbildung beim AdB


Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Programm "Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Abschlusstagung des Projektes mit dem Titel "Interkulturelles Lernen in der Politischen Bildung" findet am 7. - 9. Juni 2010 in der Jugendbildungsstätte Hütten Krölpa/Thüringen statt.

Programmflyer zum Download
Anmeldeformular zum Download

 




Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. - Unabhängige Institutionen für politische Bildung und Jugendarbeit