Demokratie
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Internationale Arbeit
"Lernen für die Demokratie"
Der AdB organisiert bilaterale Fachprogramme für die Fortbildung pädagogischer Fachkräfte im AdB, veranstaltet internationale Seminare und Konferenzen und unterstützt Demokratieentwicklung und den Aufbau von Strukturen demokratischer Jugend- und Erwachsenenbildung in anderen Ländern.

Die internationale Bildungsarbeit des AdB greift im Wesentlichen folgende Themenkomplexe auf:
  • Demokratieentwicklung/ Menschenrechte
  • Antidiskriminierung/ Geschlechtergerechtigkeit (Gender Mainstreaming)
  • Konflikttransformation/ interkulturelles Lernen
  • Migration/ soziale Dimension der Globalisierung
  • Partizipation von Jugendlichen in gesellschaftlichen Prozessen.
Die Geschäftstelle konzipiert und organisiert die internationalen Fachprogramme und Projekte in Kooperation mit Mitgliedseinrichtungen des AdB. Finanziert werden sie durch Mittel des BMFSFJ.

Der AdB ist Mitglied des Europäischen Verbandes für Erwachsenenbildung (EAEA) und des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienstes der Bundesrepublik Deutschland (IJAB). Er ist, benannt durch den Bundesausschuss Politische Bildung, im Beirat des Deutsch-Französischen Jugendwerks und im Rat des Deutsch-Polnischen Jugendwerks vertreten.

Der AdB ist Zentralstelle für Anträge seiner Mitglieder im Rahmen von „tandem“, dem „Koordinierungszentrum deutsch-tschechischer Jugendaustausch“.

Entwicklungsstationen

Seit seiner Gründung im Jahr 1959 hat der AdB Partnerschaften mit Organisationen im Ausland entwickelt, die ein ähnliches Selbstverständnis haben und vergleichbare Ziele verfolgen. Was mit punktuellen Beteiligungen an internationalen Initiativen begann, wurde später kontinuierlich zu langjährigen Projekten und Partnerschaften ausgebaut.

Die internationale Arbeit des AdB knüpfte in ihren Anfängen an der Tradition der Bildungsstätten an, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mit der Organisation von internationalen Bildungsveranstaltungen ihren Beitrag zur Versöhnung leisten wollten. Mit Partnern in Polen (seit 1975), Israel (seit 1978) und der Sowjetunion/Russland (seit 1983) wurden jedes Jahr Fachprogramme durchgeführt.

Demokratieentwicklung war das Thema kurzfristiger Projekte und einer befristeten Zusammenarbeit – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Fragestellungen - mit Frankreich (1976), Großbritannien (1976-79), Italien (1981-84), Litauen (1993-96), Estland (1992-94) und Bulgarien (1993).

Nach dem Zusammenbruch der Blocksysteme und den damit verbundenen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen wurde seit Beginn der 90er Jahre unter dem Motto „Lernen für die Demokratie“ die Zusammenarbeit mit Partnern in Mittel- und Osteuropa, vor allem in Russland (mit der Moskauer geisteswissenschaftlich-sozialen Universität und der „Bewegung der Frauen Russlands“), der Mongolei (mit der NGO „Sunrise“ und der Stadt UlaanBaatar) und den palästinensischen Autonomien (Jerusalem Centre for Women und Institute for Peace and Democracy) aufgebaut und vertieft. Die jährlichen Fachprogramme mit Israel - viele Jahre mit dem Rutenberg-Institut für Jugenderziehung in Haifa, seit 1994 mit Givat Haviva, der zentralen Bildungsstätte der Kibbuzbewegung - setzen sich mit den Herausforderungen der demokratischen Entwicklung in beiden Ländern auseinander. Am Anfang der Zusammenarbeit mit dem spanischen Volkshochschulverband FEUP (seit 1984) stand der Versuch, die junge spanische Demokratie durch partizipative Ansätze in der Bildungsarbeit zu unterstützen.

2002 wurde auf Initiative des AdB das Europäische Bildungsnetzwerk für Demokratie und Menschenrechte „DARE“ mit Sitz in Belgien gegründet. „DARE-Democracy and Human Rights Education in Europe“ haben sich aktuell 44 Organisationen in 28 Ländern angeschlossen. Das Netzwerk wird als Grundtvig 4 –Projekt von der Europäischen Kommission gefördert.

Näheres zu den aktuellen Projekten finden Sie beim Klick auf das jeweilige Land in der linken Navigationsspalte.




Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. - Unabhängige Institutionen für politische Bildung und Jugendarbeit