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Ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch - AdB-Fachtagung für Haustechniker in Bielefeld
Welche Stühle passen in den Seminarraum? Welche Größe dürfen die Tische haben, damit man sie noch bewegen kann? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Haustechnikertagung des AdB, die vom 19. bis 22. Oktober 2010 im Bielefelder Haus Neuland stattfand.

Eine umfangreiche Einführung ins Tagungsthema gab der Einrichtungsberater Eberhard Bräunche von der Firma Neuland. Er vermittelte das „Erlebnis Tagungsraum“ als zusammenhängendes System von Architektur, Ausstattung, Raumgestaltung und Peripherie.

Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten eines Seminar- bzw. Tagungsraums bedürfen auch einer entsprechenden Ausstattung, da die Möblierung häufig die einzige Variable in einem Raum sei. Der Platzbedarf für die Nutzung von Räumen kann sich stark unterscheiden. Wenn z.B. Tische in einer U-Form aufgestellt sind, werden 3,5 qm pro Person benötigt, bei Stuhlreihen – lediglich 1qm, aber bei Interaktionen – 5 bis 8 qm. Diese Werte sind optimierte Richtwerte, die bei der Planung und Gestaltung von Seminarräumen berücksichtigt werden sollten, um eine optimale Seminarsituation zu schaffen.

Die Teilnehmer brachten Fotos und Beschreibungen des Mobiliars aus ihren Bildungsstätten mit zur Tagung und stellten diese gegenseitig vor. Daraus entstand eine vielfältige Sammlung an Tischen und Stühlen, die in den Einrichtungen im Einsatz sind. Der Erfahrungsaustausch über die jeweiligen Einrichtungsgegenstände und optimale Lösungen bot den Haustechnikern die Gelegenheit, zusätzliche Informationen über Hersteller und Produktvielfalt zu erhalten. Sie wünschten sich auch eine stärkere Beteiligung an Planungsprozessen in ihren Einrichtungen, um ihren Sachverstand besser mit einfließen lassen zu können.

Die Haustechniker besichtigten anschließend eine Fabrik für Büromöbel in Detmold und bekamen dort einen Einblick in Produktionsprozesse und verarbeitete Materialien.

Die Diskussion über die Sicherheitsbestimmungen für Möbel rundete das Tagungsthema ab. Das CE- und GS Symbol als wichtiges Merkmal von Produktqualität und Teil des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes standen im Mittelpunkt der Diskussion. Die Teilnehmer rieten aufgrund ihrer Erfahrungen davon ab, Möbel ohne diese Sicherheitsmerkmale anzuschaffen, nur weil sie billig in Mitnahmemärkten zu bekommen seien.

Die Veränderungen im Zivildienst diskutierten die Haustechniker in einer aktuellen Stunde und äußerten sich kritisch zur Dienstzeitverkürzung und der Möglichkeit der freiwilligen Verlängerungen. Für die Haustechnik würde zukünftig die Einsatzplanung von Zivis immer schwieriger, da nicht klar sei, ob über das ganze Jahr hinweg die Stellen besetzt sind und wie lange die Stelleninhaber bleiben würden. Der komplette Wegfall des Zivildienstes als Folge des Aussetzens der Wehrpflicht stellt die Bildungsstätten ohnehin vor eine neue Situation, in der über Personalkonzepte ganz neu nachgedacht werden müsse, - so das Ergebnis der Beratungen.





Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. - Unabhängige Institutionen für politische Bildung und Jugendarbeit