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Deutsch-mongolischer Fachkräfteaustausch, Symposium und einige Überraschungen in der Mongolei, Dalanzagdad/Umnugobi Ajmag, Südgobi
23. August - 3. September 2009 |
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Gewaltprävention und Methodenbausteine aus dem Bereich Ökologie und Theaterpädagogik für demokratische Jugendbildung waren das Thema, mit dem sich Angelika Heinich (Europahaus Aurich), Sabine Heins (Jugendzeltplatz Wittenborn) und Georg Pirker (AdB) im Rahmen des diesjährigen deutsch-mongolischen Fachkräfteaustausches zusammen mit sechs mongolischen Kolleginnen und Kollegen beschäftigt haben. Nach einer sehr intensiven Hospitationsphase im Mai 2009 haben vom 23. August bis 3. September die Begegnung und das bewährte gemeinsame Symposium in der Mongolei stattgefunden, nahe Dalandzagdad, im Verwaltungsdistrikt Südgobi. Es sind zweimal 12 Stunden Fahrt von Ulan Bator über Stein-, Sand- und Geröllpisten. Viermal Reifenwechsel, einmal Achsenschaden - eine nette Einstimmung auf die Rahmenbedingungen, unter denen unsere mongolischen Kolleginnen und Kollegen täglich demokratische Jugendbildungsarbeit leisten. Das Symposium Mit über 70 Fachteilnehmerinnen und Fachteilnehmern war das Symposium als zentrale Multiplikatorenveranstaltung in der Mongolei überaus gut besucht. Alle Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen aus dem Verwaltungsdistrikt nahmen teil. Darüber hinaus kamen die Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Organisationen im Bereich der Jugendhilfe/-bildung. Die intensive Vorbereitung während der Hospitation in Deutschland hat sich gelohnt. Die Workshops im Rahmen des Symposiums wurden von den mongolischen Kollegen komplett selbst geleitet. Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel im Vergleich zur bisherigen Praxis auf den Symposien, auf denen die deutschen Fachkräfte zumeist in einer Lehrerrolle standen. „Abschließend kann ich als anleitende Theaterpädagogin nur die Begeisterung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern teilen. Die Theaterpädagogik im Zusammenhang mit demokratischer Jugendbildung anzubieten, war ein nachhaltiger Erfolg. Der große Pool von Anwendung, Innovationen, Vorschlägen und nachhaltigen Weiterentwicklungen des Gelernten lieferten eine Bestätigung dafür“ - so Angelika Heinich, Theaterpädagogin im Europahaus Aurich.
Offen blieb dennoch die Frage, mit welchen Instrumenten die politische Bildung auf Jugendliche, die sich dem Seminarcharakter (Freiwilligkeit, Partizipation, Eigenverantwortung, Fairness) bewusst verweigern, antworten sollte.
Zu Besuch im „Sunrise“-Bildungscamp Die größte Überraschung haben sich unsere Kolleginnen aus Ulan Bator bis zum Schluss aufgespart. Sie präsentierten uns mit großem Stolz das neue „Sunrise“-Bildungscamp. Nach jahrelangen Verhandlungen haben die mongolischen Kolleginnen und Kollegen am Rande des Naturparks ein 8 Hektar großes Grundstück erworben, auf dem in den nächsten Jahren ein Jugendbildungscamp aufgebaut werden soll. Es stehen bereits 4 Jurten, eine Kochjurte und ein WC, sowie eine Hausmeisterjurte (mit Hausmeister/in). Das zu erleben war ein besonderer Moment!
Was bleibt? Beim Gespräch im Oberbürgermeisteramt der Stadt Ulan Bator erfuhren wir, dass mittlerweile eine ganze Reihe von Organisationen unserem Partner „Sunrise“ beigetreten sind, mit dem Ziel, gemeinsam in der demokratischen Jugendbildung zu wirken.
Broschüre demokratische Jugendbildung in der Mongolei Das auf mongolischer Seite beteiligte Partnerkonsortium hat 2009 eine Broschüre zum Thema demokratische Jugendbildung veröffentlicht. Hier wird die Kooperation mit dem AdB geschildert, zudem werden Projekte und Aktivitäten, die aus der Zusammenarbeit entstanden sind, anschaulich dargestellt und Herausforderungen für die weitere Arbeit benannt..
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ansprechpartner im AdB ist Georg Pirker, Referent für Internationale Arbeit
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