Wer das Jahr 1968 selbst miterlebt hat, erinnert sich an eine bewegte Zeit, geprägt von Aufbruchstimmung und Veränderungswillen. Das gilt nicht nur für die Situation in der westlichen Hemisphäre, auch in einigen Staaten Mittel- und Südosteuropas zeichneten sich Auflockerungstendenzen ab, die in den Demokratisierungsbestrebungen in der damaligen Tschechoslowakei ihren stärksten Ausdruck fanden. Die neue Ausgabe der „Außerschulischen Bildung“ nähert sich den Phänomenen, die den Mythos 1968 ausmachen, über verschiedene Fragestellungen. Es geht um Gründe für die mediale Aufmerksamkeit für eine vierzig Jahre zurückliegende Zeitspanne, um die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen der Studenten- und Jugendrevolte in den westlichen Staaten und um die Wirkungen von 1968 auf die außerschulische politische Bildung und deren Möglichkeiten, dieses Thema auch heutigen Jugendgenerationen nahezubringen. Zeitgleiche Entwicklungen in Staaten des Warschauer Pakts, die anderen Zielen und Gesetzmäßigkeiten folgten, werden am Beispiel von Ungarn, Rumänien und der Tschechoslowakei beschrieben und in Beziehung zur heutigen Situation gebracht.
„Außerschulische Bildung“ 2/08, 103 Seiten; Preis: Einzelheft 6 Euro, Abonnement (vier Ausgaben jährlich): 16 Euro (erm. 12 Euro), jeweils zzgl. Porto.
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