|
|
 |
 |
Neuere Publikationen und aktuelle Beiträge in den Medien zum Thema
"Wachstum - Gerechtigkeit - Teilhabe - Nachhaltige Klimapolitik gestalten"
|
Wir können an dieser Stelle lediglich eine Auswahl von jüngeren Veröffentlichungen vorstellen, da die Vielzahl an Publikationen zu diesem Themenfeld den Rahmen sprengen würde.
Hinweis: Die Buchcover sind mit der Seite des Verlages zum jeweiligen Titel verlinkt.
Die Bundesregierung: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie Fortschrittsbericht 2012 379 Seiten, Berlin Februar 2012
Das Bundeskabinett beschloss am 15. Februar 2012 den Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Der mittlerweile dritte Bericht seit Beschluss der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2002 enthält eine umfassende Bestandsaufnahme zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland und setzt neue Schwerpunkte. Die Bundesregierung zeigt darin, wie sie Nachhaltigkeit als Leitbild ihres politischen Handelns umsetzt. Schwerpunktthemen des Berichts sind nachhaltiges Wirtschaften, Klima- und Energie sowie Wasserpolitik. Der Bericht misst den Stand der nachhaltigen Entwicklung an Indikatoren, die für 21 Themen insgesamt 38 Ziele definieren. Dabei wird deutlich: Es gibt Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, Politik und Gesellschaft stehen aber weiterhin vor großen Herausforderungen. Die Nachhaltigkeitsindikatoren wurden vom Statistischen Bundesamt ausgewertet.
Zum Download des Fortschrittsberichts 2012
Brot für die Welt / Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) / Evangelischer Entwicklungsdienst (Hrsg.): Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt: Ein Anstoß zur gesellschaftlichen Debatte 656 Seiten, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2008 ISBN: 978-3-596-17892-6
Klimawandel, Hungerkrise, Rohstoffknappheit und Naturzerstörung stehen auf der internationalen Tagesordnung. Dennoch geht in der Politik, in der Wirtschaft und im Alltag Vieles weiter wie bisher: Für Flughäfen werden neue Start- und Landebahnen geplant, neue Kohlekraftwerke sollen gebaut werden und Heizpilze sprießen aus dem Boden. Im Zweifelsfalle sind der Politik die Ankurbelung der Nachfrage und die Interessen der Autoindustrie wichtiger als der Klimaschutz. Und selbstverständlich sollen Lebensmittel, T-Shirt und Turnschuhe wenig kosten. Armut in Entwicklungsländern hin, Umweltverschmutzung in Schwellenländern her. Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Politik wird vielfach beschworen – und ungebrochen dem Wirtschaftswachstum Vorrang eingeräumt. Wir wissen immer mehr und hinken in den Problemlösungen immer mehr hinterher. Deshalb ist ein Kurswechsel nötig. Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die Zukunft unseres Landes in einer globalisierten Welt. Zukunftsfähiges Deutschland, herausgegeben vom größten deutschen Umweltverband und den beiden großen evangelischen Entwicklungswerken, ist ein Anstoß für eine solche Debatte. Wissenschaftlich fundiert, politisch pointiert, handlungsorientiert.
Heinrich Böll Stiftung Brandenburg (Hrsg.): Bürgerbeteiligung im kommunalen Klimaschutz Antworten europäischer Städte und Gemeinden 120 Seiten, Eigenverlag, Potsdam 2011
Beispiele guter Praxis aus neun europäischen Ländern und theoretische Beiträge zum Thema Partizipation liefert die Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zum Thema Bürgerbeteiligung im kommunalen Klimaschutz. Klimaschutz braucht engagierte Städte. Internationale Klimapolitik und mulilaterale Abkommen wie das Kyoto-Protokoll sind wichtig, reichen aber zur Erreichung der Klimaziele nicht aus. Die Zukunft des Klimawandels wird in den Städten entschieden. Viele Städte in der EU sind sich ihrer Verantwortung bewusst und nehmen sie an. Die Beiträge in dieser Broschüre zeigen, dass intensive Beteiligung von Bürger/-innen und anderen lokalen Akteuren gut organisiert für beide Seiten ein großer Mehrwert sein kann. Die Veröffentlichung will Denkanstöße zum Thema geben. Eine gedruckte Version von „Bürgerbeteiligung im kommunalen Klimaschutz – Antworten europäischer Städte und Gemeinden“ ist auf deutsch und englisch verfügbar und kann unter organisation@boell-brandenburg.de bestellt werden. Die Publikation ist im Rahmen des Projekt PUC (Participation in Urban Climate-Protection) entstanden.
Zum Download (pdf-Datei, 3,1 MB).
Lotze-Campen, Hermann / Edenhofer, Ottmar / Reder, Michael / Wallacher, Johannes: Global, aber gerecht Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen Ein Report des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Instituts für Gesellschaftspolitik München im Auftrag von Misereor und der Münchener Rück Stiftung 240 Seiten, Verlag C.H. Beck 2010 ISBN: 978-3-406-60656-4
15 Jahre nach Zukunftsfähiges Deutschland legt Misereor, das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk, mit Global, aber gerecht eine neue, Aufsehen erregende Studie vor. Sie führt das Engagement für eine gerechtere Welt mit der lebensnotwendigen Bekämpfung des Klimawandels zusammen. Die internationale Klima- und Entwicklungspolitik steht vor einem Dilemma: Einerseits muss ein gefährlicher Klimawandel vermieden werden, um nicht einer großen Zahl von Menschen die Chancen auf ein menschenwürdiges Leben zu nehmen. Andererseits gilt es aber auch eine gefährliche Emissionsreduktion zu verhindern, um für Entwicklungsländer Wachstum und damit Wege aus der Armut zu ermöglichen. Das Buch analysiert die wechselseitigen Verknüpfungen von Klimawandel und Armut und entwirft eine integrierte Gesamtlösung, durch die Klimaschutz und Armutsbekämpfung wirksam, effizient und gerecht miteinander verbunden werden können. Die Autoren des Bandes sind Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Instituts für Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Philosophie München unter Leitung von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Prof. Dr. Johannes Wallacher, Dr. Michael Reder und Dr. Hermann Lotze-Campen.
Zu dieser Publikation gibt es eine Internetseite, auf der u. a. eine Kurzfassung des Reports in pdf-Form sowie Termine von Ergebnispräsentationen der Studie verfügbar sind. www.klima-und-gerechtigkeit.de
Lutz Wicke, Hans Joachim Schellnhuber, Daniel Klingenfeld: Die 2°max-Klimastrategie - Ein Memorandum Reihe: Studien zur internationalen Umweltpolitik 64 Seiten, LIT-Verlag, Berlin/Münster/Wien/Zürich/London 2010 ISBN: 978-3-643-10817-3
Dieses Jahrzehnt entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der globalen Klimapolitik: Wollen Deutschland und die Europäische Union das Zwei-Grad-Klimaziel nicht verloren geben, dann muss jetzt eine wirksamere und gerechtere Klimaschutzstrategie entwickelt und umgesetzt werden. In diesem Buch legen die Autoren ein Gesamtkonzept vor, das Wege aufzeigt, gravierende Konstruktionsfehler im bestehenden internationalen Klimaregime zu überwinden und die globale Emissionstrendwende im Jahr 2015 herbeizuführen.
Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung (Hrsg.): Deutschlands Energiewende Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft. 48 Seiten, Berlin Mai 2011
Im März 2011 hat die Bundesregierung die Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ berufen und ein Gutachten über den Ausstieg aus der Kernenergie in Auftrag gegeben. In ihrem Abschlussbericht vom Mai 2011 zeigt sich die Ethikkommission davon überzeugt, dass sich der Ausstieg aus der Kernenergie innerhalb eines Jahrzehntes abschließen lässt. Der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie stelle eine außerordentliche Herausforderung für alle Beteiligten dar, heißt es darin. Zugleich ergebe sich jedoch eine Quelle neuer Chancen für die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an dezentralen Entscheidungen. Auf 48 Seiten gibt die Kommission Empfehlungen, wie sich die Energiewende wirksam bewerkstelligen lässt. So schlagen die Expertinnen und Experten eine systematische Begleitung des Prozesses vor: mit umfassenden Analysen, Bewertungen und Handlungsempfehlungen in den verschiedenen Phasen.
Zum Download des Abschlussberichts
Frank Buchholz, Birte Frommer, Hans Reiner Böhm (Hrsg.): Anpassung an den Klimawandel – regional umsetzen! Ansätze zur Climate Adaption Governance unter der Lupe 272 Seiten, oekom verlag, München 2011 ISBN-13: 978-3-86581-261-2
Wie und unter welchen Voraussetzungen kann eine Anpassung an den Klimawandel gelingen? Viele Staaten tragen gegenwärtig den Wissensstand zu Klimafolgen und Anpassungsoptionen zusammen und erarbeiten auf verschiedenen Ebenen Anpassungsstrategien an klimatische Veränderungen. Auch im deutschsprachigen Raum widmen sich Wissenschaftler und Praktiker in zahlreichen transdisziplinären Forschungsprojekten dieser Fragestellung. Im vorliegenden Buch werden Ergebnisse ausgewählter Forschungsprojekte präsentiert, die sich mit der Initiierung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen auf regionaler oder kommunaler Ebene befassen. In einer begrifflichen Einführung wird der Ansatz einer Climate Adaptation Governance vorgestellt. Damit möchten die Herausgeber einen Diskussionsbeitrag für die regionale Umsetzung des „Aktionsplans Anpassung“ leisten, welcher die „Deutsche Anpassungsstrategie“ konkretisieren und im Sommer 2011 erscheinen wird. Anhand verschiedener Fallbeispiele werden Wege zur Umsetzung von lokalen und regionalen Anpassungsmaßnahmen aufgezeigt und offene Fragen der Anpassung an den Klimawandel thematisiert.
Peter Hennicke/Kora Kristof (Hrsg.): Aus weniger mehr machen Strategien für eine nachhaltige Ressourcenpolitik in Deutschland 288 Seiten, oekom verlag, München 2011 ISBN-13: 978-3-86581-264-3
Ob Metalle oder Kunststoffe, Wasser oder Energie: Auch im 21. Jahrhundert werden in Deutschland noch zu viele Ressourcen verschwendet. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind aufgefordert, den Ressourcen- und Klimaschutz mit erheblich stärkerem Einsatz voranzutreiben, um mögliche katastrophale Entwicklungen zu begrenzen. Wird diese Herausforderung engagiert angenommen, eröffnen sich zugleich neue Chancen für technischen und sozialen Fortschritt – Natur schonend, Arbeitsplätze schaffend und wirtschaftlich attraktiv. „Eine forcierte Steigerung der Ressourceneffizienz stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und ermöglicht es, Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch effektiv zu entkoppeln“, so lautet ein zentrales Ergebnis des Großprojekts „Materialeffizienz und Ressourcenschonung“ (MaRess). Die Autoren des MaRess-Konsortiums untersuchen verschiedene Politikansätze und -instrumente und schaffen damit die Grundlage für eine engagierte, nachhaltige Ressourcenpolitik in Deutschland. Bei MaRess handelt es sich um das bisher umfassendste deutsche Projekt zum Thema „Material- und Ressourceneffizienz“, gefördert vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt. Wissenschaftler aus 31 wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen forschten drei Jahre lang zu Potentialen, Politiken, Wirkungsanalysen und Kommunikationsstrategien zur Fundierung einer neuen Ressourcenpolitik in Deutschland.
Weert Canzler, Andreas Knie: Einfach aufladen Mit Elektromobilität in eine saubere Zukunft 128 Seiten, oekom verlag, München 2011 ISBN-13: 978-3-86581-270-4
„Umweltbuch im November 2011“ gekürt von der Deutschen Umweltstiftung
Alle Verkehrsmittel werden mit Strom betrieben, der aus regenerativen Quellen stammt. Ein einfacher Check-in mit dem Mobiltelefon erlaubt die unkomplizierte Benutzung von Bus & Bahn – die Rechnung kommt am Monatsende, bezahlt wird je nach Stromverbrauch. Eine Utopie? Gewiss! Doch unsere Metropolen brauchen neue Verkehrskonzepte, unsere Fahrzeuge neue Antriebe. Klimawandel, Rohstoffknappheit und der drohende Verkehrsinfarkt erzwingen einen Wechsel hin zu postfossilen Energieträgern. Die Lösung heißt: vernetzte Elektromobilität. Sie kann die notwendige Bewegungsfreiheit schaffen, die moderne Gesellschaften benötigen. Weert Canzler und Andreas Knie skizzieren den Einstieg in eine Neue Mobilität, die eine Verknüpfung von öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln erreicht und das vollständig auf Basis erneuerbarer Energien.
Daniel Boese: Wir sind jung und brauchen die Welt Wie die Generation Facebook den Planeten rettet 256 Seiten, oekom verlag, München 2011 ISBN-13: 978-3-86581-252-0
"Gute Laune! Das ist für ein Politisches Buch ja selten, aber es stimmt: Daniel Boeses Buch "Wir sind jung und brauchen die Welt" macht Lust auf diese neue junge Generation von Klimaaktivisten. Am Ende der Lektüre legt man das Buch mit einem Lächeln im Gesicht aus der Hand." Verena Gonsch Sie nutzt die Macht der neuen Medien, ist weltweit aktiv und kennt in ihrem Enthusiasmus keine Grenzen: Die Generation Klima bricht mit jeder Erwartung, die wir bisher von der Jugend hatten. Sie weiß, was sie will. Ihr Ziel ist nichts weniger als eine Revolution, an deren Ende die Rettung des Planeten steht. Um den Klimawandel zu stoppen, macht die Jugend mobil und lässt die fossilen Eliten ganz alt aussehen: Mit Facebook, Twitter & Co. mobilisiert sie weit mehr Menschen, übt weit mehr Druck auf Politik und Wirtschaft aus als dies jede Partei, jede Umweltschutzorganisation vermag. Daniel Boese hat sich in diese neue Bewegung hineinbegeben und zieht das Fazit: Wir dürfen hoffen, denn die Klimarevolutionäre sind wild entschlossen und sie haben mächtige Verbündete: Unternehmer mit Gewissen, die IT-Branche und manch verantwortungsvollen Promi.
Marylin Heib, Anne Gröger, Tom-Robin Teschner, Go for Climate e.V.: Der Klimaschatz 50 Praxis-Beispiele, wie wir mit Energieeffizienz Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und das Klima schützen können 144 Seiten, oekom verlag, München 2011 ISBN-13: 978-3-86581-272-8
Es gibt keinen Weg, Energie kostengünstiger, umweltfreundlicher und sozialverträglicher bereitzustellen, als über eine Steigerung der Energieeffizienz. Das bedeutet nichts anderes, als mit weniger Energie genauso gut oder sogar besser zu wirtschaften und zu leben. Umgehend könnten bis zu 30 Prozent Energie – und auf diese Weise auch CO2 und Kosten - gespart werden, würden wir nur die uns bereits zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten nutzen. Die Potenziale schlummern überall: Sie sind im privaten Haushalt zu finden, aber auch vor allem in der Industrie und im öffentlichen Bereich. Sie können im technischen Detail stecken oder auch an Verhaltensweisen geknüpft sein. Manchmal sind sie subtil und uns kaum bewusst; ein anderes Mal genießen sie offene politische Unterstützung. Mal sind die Potenziale kleiner, mal unglaublich groß. Sehr häufig wäre es ein Leichtes, diese Potenziale zu erschließen. Und immer würde es sich lohnen. Dieses Buch will den Weg zu diesen Potenzialen weisen – egal ob Privatmensch, Unternehmen oder Kommune: Die Klimaschätze versprechen finanzielle Ersparnis, weniger CO2-Emissionen, Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum. Das Prinzip dieser Klimaschätze ist immer das gleiche: Die Steigerung der Energieeffizienz durch technische Potenziale und/oder durch Verhaltensänderungen. Wurde die Idee der Energieeffizienz erst einmal verstanden und verinnerlicht, sind die Hinweise zur ihrer Steigerung überall zu finden.
Canan Atilgan, Martin Beck, Thomas Birringer u. a.: Klimareport 2011 Politik und Wahrnehmung Berlin, 21. Nov. 2011 ISBN: 978-3-942775-35-9
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat vier Jahre nach ihrem ersten Klimareport 2007 eine Neuauflage 2011 herausgegeben, in der Stimmungsbilder zur nationalen Umwelt- und Klimapolitik für eine Vielzahl von verschiedenen Ländern zusammengetragen wurden. Die Beiträge der Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung geben einen Eindruck davon, wie sich der Klimawandel regional auswirkt, wie er öffentlich und politisch wahrgenommen wird und welche klimarelevanten innen- und außenpolitischen Konsequenzen damit im Einzelnen verbunden sein können. Diese Publikation steht online als pdf-Download zur Verfügung.
Diakonisches Werk der EKD e.V. für die Aktion „Brot für die Welt“: Klimafinanzierung in der Pflicht Prinzipien, Instrumente und Handlungsoptionen Stuttgart, November 2011
Die Studie erläutert die wichtigsten Aspekte der Klimafinanzierung im Rahmen der internationalen Klimaverhandlungen sowie die Aktivitäten der Bundesregierung in diesem Bereich. Aus dem kirchlichen Auftrag für Klimagerechtigkeit heraus werden die wichtigsten Forderungen an die Klimaverhandlungen, die Bundesregierung, aber auch kirchliche Akteure zusammengefasst.
Achim Brunnengräber (Hrsg.): Zivilisierung des Klimaregimes: NGOs und soziale Bewegungen in der nationalen, europäischen und internationalen Klimapolitik 273 Seiten, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011 ISBN: 978-3-531-18086-1
Eine immer wieder auch vom Scheitern verfolgte Klimapolitik zeigt nicht nur die Handlungsgrenzen der Staatengemeinschaft auf. Auch die Strategie der ‚konfliktiven Kooperation’ mit den Staaten, wie sie von NGOs lange schon praktiziert wird, ist an Legitimations- und Glaubwürdigkeitsgrenzen gestoßen. In Reaktion darauf betreten neue, transnational vernetzte soziale Bewegungen die Bühne der internationalen Politik. Die politische Gemengelage wird unübersichtlicher. Wie sehen die transnationalen Beziehungen der zivilgesellschaftlichen Akteure aus NGOs, Bewegungen oder außerparlamentarischen Initiativen aus? In welchem Diskurs- und Handlungskontext bewegen sie sich, wie ist ihr Verhältnis zum Staat und zur Privatwirtschaft, welche Themen werden in den Fokus gestellt und welche Forderungen oder Lösungsansätze haben die ‚alten’ wie die ‚neuen’ zivilgesellschaftlichen Akteure? Auf diese Fragen gibt das vorliegende Buch Antworten. Es wendet sich der übergreifenden Frage zu, ob im ‚globalen Dorf’ der Zivilgesellschaft Unterstützung für das geleistet werden kann, was in der internationalen Politik bisher nicht gelungen ist: die große Transformation des Energiesystems in Richtung einer nachhaltigen, klimaverträglichen Zukunft. Eine Zivilisierung des Klimaregimes scheint dafür unerlässlich.
Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik 576 Seiten, Ullstein Verlag, Berlin 2012 ISBN: 9783548373966
Alle nationalen Maßnahmen von Ökosteuer bis zur staatlichen Förderung grüner Energien gehen nicht nur zu Lasten der Steuerzahler, sondern beschleunigen auch noch den Klimawandel. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts, klärt über die fatalen Irrtümer der Umweltpolitik auf und beseitigt die blinden Flecken in einer lebenswichtigen Debatte.
Aktuelle Beiträge in den Medien zur Diskussion
Ottmar Edenhofer/Brigitte Knopf: Experiment Atomausstieg Es kann nur gelingen, wenn der Staat einen Lernprozess anstößt, ohne die Bürger zu bevormunden. In: DIE ZEIT vom 28.07.2011
Brigitte Knopf: „Viel wichtiger als der Ausstieg ist der Einstieg“ Wann der Atomausstieg kommt, spielt keine so große Rolle bei den Strompreisen“ Die Potsdamer Klimaforscherin Brigitte Knopf über die Kosten der Energiewende und den Aufbau der erneuerbaren Energien. In: Berliner Tagesspiegel vom 19.06.2011
|
|
|
 |
|